Juhuuuuu, der Winter ist da!

Juhuuuuu, der Winter ist da! Seit Mitte August träume ich fast wöchentlich von fiesen Schneestürmen, Verkehrschaos und gefrorenen Bärten - ein jedes Jahr aufs Neue wiederkehrendes Phänomen im Hause S.bimbel. Nun endlich hat die Zeit des Wartens ein Ende und das Schussrad kann ruhigen Gewissens in einem Winkel des Schlafzimmers hibernieren.

It´s FATBIKETIME baby!!!! Und weil das Leben so kurz wie schön ist, habe ich den alten Winterpanzer abgestoßen und mir ein veloheld.fat iron zusammengezaubert. Bei Entwicklung des Rahmens hat es eine Weile gedauert, bis alle Wünsche der gestürmten Gehirne formschön zu einem Ganzen gefügt waren. Schließlich gab es eine fertige Zeichnung, die sehr verlockend aussah und gewaltige Ungeduld heraufbeschwor. Vor zwei Wochen nun wurden die ersten Rahmen per Luftfracht über dem Veloheld Headquarter abgeworfen. Nachdem wir all die Fallschirmseide bei Seite geschafft hatten, wagten wir einen gespannten Blick ins Innere des Kartons - Geil!!! Das Rahmen-Gabel-Set ist noch mal so viel heißer geworden, als ich es mir vorgestellt hatte - huiuiui! Nun kam jene Berufsgattung ins Spiel, welche in der dunklen Jahreszeit gleich nach dem Psychotherapeuten die wohl größte Bedeutung für das menschliche Wohlbefinden hat: Der Pulverbeschichter ... Da Psychotherapeuten so teuer sind und ich quietschendes Leder nicht mag, verlasse ich mich voll und ganz auf den Pulverbeschichter meines Vertrauens.

Nach langwierigem Kampf mit RAL-Tabellen und Katalogen für Sonderfarben war die Entscheidung endlich gefallen. Mein neues Veloheld Fat Iron in der Sonderedition "Disco Queen" lässt Depressionen und schlechter Laune keinen Raum! Nachdem ich mich nun einige Tage lediglich an der schönen Erscheinung meines neuen Wintergefährtes ergötzen konnte, da mich eine Erkältung im Lesesessel gefangen hielt, ging es heute endlich ins Gebirge. Väterchen Frost hatte sich alle Mühe gegeben, uns einen eindrucksvollen Einstand in die neue Fatbikesaison zu bescheren und beglückte uns mit wilden Rauheisskulpturen und gefrierendem Nieselregen bei starkem Nebel. So muss das! Mancherorts hatte es so viel Rauheis von den Bäumen herab geweht, dass wir durch zehn Zentimeter "Kunstschnee" fahren konnten. Unseren Stammwirt in der Mikulaska haben wir heute wohl als einzige Gäste beehrt und wenigstens für eine halbe Stunde die erzgebirgische Nebeltristesse aus der Gaststube gefegt. Es ist einfach wundervoll wie Nebel, Wind und Frost die heimatlichen Berge immer wieder in neue Kunstwerke verzaubern, die schon am folgenden Tag verschwunden sein können. Zum Glück gibt es das Fatbike und wir können auch dann, wenn die Ski noch nicht so recht rutschen wollen die Seele einen Tag im Zauberwinterwald spazieren fahren. Wenn der Schnee erst wieder hüfthoch über das Gebirge gegossen ist, wird einfach vorab mit dem Knobelbecher ausgewürfelt, ob wir mit den langen Latten oder dem Fatbike in den Zug steigen. Das Leben ist schön!

ahoj, S.bimbel

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