Team veloheld @ Radrace Fixed 42

Neulich wurde das team.veloheld in der bunten großen Hauptstadt der Republik gesehen. Grund war weder Rausschmiss noch Bananenmangel in Dresden, sondern das RADRACE FIXED 42 im Rahmen des Garmin Velothon Berlin. Dies zog am vergangenen Wochenende wie ein Magnet knapp 300 260 "Starrgangfreunde" aus allen Ecken der Republik und sogar darüber hinaus an. Paul und Norman reisten bereits am Samstag an. Nicht nur wegen der "Angesagtheit" der Stadt, der "Sprintbattles" im Vorprogramm oder der heiteren Stimmung mit Freunden, sondern auch, um sich dieser schnellen Stadt bis zum Start anpassen zu können. Wie schnell diese Stadt sein kann, ahnten sie noch nicht. Bei der Abendgestaltung mit Freunden und anderen Radsportdudes gab es erstmal nur ein Thema – die Übersetzung: Wird sie reichen? Werde ich reichen?

Mit dem Sonntag meldete sich außerdem nachträglich die Nervosität bei uns, sowie sicherlich bei all den anderen Startwilligen an. Carsten war in Ludwigsfelde dazugekommen und versuchte mit Ruhe unsere "Heartrate" auf eine geeignetere Zahl zu senken. "1 minute to go" - alles wieder wie vorher... alle hatten scheinbar nur einen Gang und eine Strategie – schnell weg von der Masse!

Die Strecke von 42,195 km führte, wie es sich gehört für derartige Events, über eine mehrspurige Bundesstraße, bei dessen Auffahrt es bereits zu zwei gleichzeitigen Stürzen kam und so ein erstes Spitzenfeld entstand. Der Puls war nun danach vermutlich bei restlos allen im Rennmodus angekommen und verdeutlichte die Kniffligkeit bei dieser Art von "Straßenrennen" mit über 260 FahrerInnen und keiner einzigen Bremse. Weiter ging die Strecke über das Gelände des ehemaligen Flughafen Tempelhof und anschließend durch die belebteren Berliner Stadtteile Neukölln, Wrangelkiez, Friedrichshain und Berlin-Mitte.

Die velohelden fuhren gestreut im Feld, aber immerhin zusammen, setzten sich auch abwechselnd an die Spitze. Ecke Torstraße/Friedrichstraße dann Schrecksekunden bei allen – ein lauter Knall und der nächste Massensturz. Es gab keine Option lange nach hinten zu sehen, um zu erahnen, was genau passiert war oder wer alles beim Crash beteiligt war. Carsten war in diesem Moment nicht vor uns und das ließ nichts gutes Vermuten. Es waren die letzten 3 - 4 Kilometer vor der Siegessäule, in denen es im hohen Tempo letztendlich auf die über 600 m lange Zielgerade ging. In der Ferne sah man nur den kleinen aufgepumpten Torbogen über der abgesperrten Straße des 17. Juni, die Sonne und hörte eine immer lauter werdende Menge die ihren Weltmeister in Empfang nehmen wollte. Nach den letzten Kampfsekunden gegen den Wind und die Kettenblattzähne/Oberschenkel/Schweinehunde der Widersacher stand die Goldmarie nach 53:50:73 mit Sebastian Körber vom Team SM-Parts fest. Gratulation zum Weltmeistertitel Seb!

Carsten strampelte nach dem Crash, aus dem er mit gutem Auge und Glück ohne Blessuren raus kam, noch fleißig, jedoch allein über die Ziellinie. Aber es reichte mit einer Sekunde Vorsprung in der Teamplatzierung auf Platz 3 für uns! Damit hätten wir natürlich nicht gerechnet und wir freuten uns umso mehr, nachdem wir die gedruckte Ergebnisliste später zu Gesicht bekamen. Da war die Siegerehrung aber bereits vorbei… Merkwürdigerweise wurden wir dann irgendwann im Verlauf des Sonntag Abend auf Platz vier mit einer Sekunde Rückstand gewertet. Genau 2 Sekunden war dann ein andere Fahrer auf einmal schneller. Nicht ganz nachvollziehbar für uns, da alle Transponder am Rad hatten und es damit eigentlich eine genaue Zeitnahme geben sollte. Komisch, was war den hier los? Da müssen wir zurückkommen!

ergebnis

Wir hoffen, es sind alle mit nur einem "Blauen Auge" wieder aufgestanden und wohl auf!!! Wir danken den ganzen verrückten SportskanonInnen mit denen wir dieses Wochenende zusammen sein durften! Norman, Paul und Carsten vom TEAM VELOHELD

Ein super dickes Dankeschön an Stefan Haehnel / recentlie.com für die Bilder von uns im Rennen.

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