Radfahren in Zeiten von Corona - jetzt erst recht?

Radfahren in Zeiten von Corona - jetzt erst recht?

Wir haben es ja schon immer gewusst und Ihr sicherlich auch, Rad fahren hilft auf vielfältige Weise, gesund durch den Alltag und die Freizeit zu kommen. Gerade jetzt in Zeiten der Corona-Pandemie ist das Fahrrad die effizienteste und auch gesündeste Art der Fortbewegung.

Wir haben Euch dazu drei für uns wichtige Fakten zusammengestellt:

1. regelmäßiger Sport = gesundes Immunsystem

Es sind keine neuen Erkenntnisse und eigentlich weiß dies jeder: Eine vorbeugend gesunde Lebensweise stärkt unser Immunsystem, unsere Abwehrkräfte und auch unsere Lunge. Gerade letzteres kann bei Covid-19 stark befallen werden. Auch senkt regelmäßiges Radfahren den Bluthochdruck und beugt so dem Risiko für eine Corona-Infektion vor.

Vielleicht ist die jetzige Situation auch endlich eine gute Gelegenheit, mit dem Sport, egal ob moderat oder ambitionierter, anzufangen und für manche eine Chance, mit dem Rauchen aufzuhören. Den wir dürfen nie vergessen: Die Gesundheit ist unser höchstes Gut.

2. Vermeiden von öffentlichen Verkehrsmitteln

Ihr kennt es – in öffentlichen Verkehrsmitteln steht man meist dicht gedrängt in einer Menge von Menschen und setzt sich so unweigerlich einem erhöhten Risiko einer Tröpfcheninfektion durch Niesen oder Husten anderer Mitfahrer aus. Auch beim Anfassen von Oberflächen in Bus und Bahn wie Türdrücker oder Haltegriffe können Viren übertragen werden.

Wer allein mit dem Rad zur Arbeit oder zum Einkaufen fährt, vermeidet dieses Risiko. Die Ansteckung mit dem Virus beim Radfahren wird von Experten als "nicht vorhanden" eingestuft.

3. Überwinden des Lagerkollers

Gerade herrschen deutschlandweit Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Pandemie. Das heißt aber nicht, dass Ihr Euch zu Hause einschließen müsst. Für Kopf, Körper und Seele ist es wichtig, mit Beachtung der Auflagen, an die frische Luft zu kommen.

Die Straßen sind leerer als zuvor und auch in der Natur sind sehr viel weniger Menschen unterwegs. Perfekt, um Abstand zu wahren und fit zu bleiben.

Mit dem Fahrrad könnt Ihr also weiterhin Eure Heimat erkunden und vielleicht auch einen ganz neuen Blick darauf gewinnen. Aber bitte informiert Euch bei den für Euch zuständigen Behörden, wie weit Ihr Euch vom Wohnort entfernen dürft und ob es temporäre Sperrungen (der Nationalpark Sächsische Schweiz ist zum Beispiel in unserer Heimat gerade für die vielen Wochenendausflügler gesperrt) gibt. Leider gibt es dazu auch widersprüchliche Aussagen der Polizeibehörden. Hier freuen wir uns über ein Maß an "gesundem Menschenverstand" auf beiden Seiten, wenn die Regeln zur Ansteckungsvermeidung eingehalten werden. Das heißt, solange ihr allein oder mit den Menschen aus Eurem Haushalt und vorsichtig unterwegs seid, sollte auch einer etwas längeren Tour nichts im Wege stehen.

Lasst also das Enduro Bike diesmal stehen und genießt lieber eine schöne und entspannte Tour mit Rennrad oder Gravelbike, um nicht durch einen Sturz eventuell noch in ein überlastetes Krankenhaus zu müssen.

Wir freuen uns in diesem Zusammenhang auch sehr, dass die Politik erkannt hat, wie systemrelevant das Fortbewegungsmittel Fahrrad ist. Fahrradwerkstätten dürfen so zur Sicherung der individuellen Mobilität offen bleiben und können Euch auch weiterhin bei Defekten und anderen Reparaturarbeiten helfen. Bitte achtet auf Abstand zum Monteur!

Bitte beachtet, dass es sich bei diesem Artikel um unsere persönliche Meinung handelt und wir keine rechtliche Beratung im Zusammenhang mit den aktuellen Ausgangsbeschränkungen geben können. Zudem sind natürlich auch wir keine Experten für Virologie und Infektionskrankheiten.

Wie seht Ihr die aktuelle Situation im Zusammenhang mit möglichen Einschränkungen beim Radfahren? Bleibt Ihr eher zu Hause und setzt Euch auf den Hometrainer oder fahrt Ihr Rad an der Luft? Schreibt uns Eure Kommentare und Diskussionen.

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Kommentare
Ein Kommentar zu “Radfahren in Zeiten von Corona - jetzt erst recht?”
  • Damian
    Damian 28. März 2020 um 13:23

    Hallo zusammen!
    Ich finde Eure Überlegungen zu dem Thema ganz stimmig. Grundsätzlich fahr ich eh fast nur Rad, das erlebe ich eigentlichlich sowieso nur positiv: Bewegung, Gesundheit , Flexibilität und Bewegungsfreiheit. (seit zwei Jahren noch lieber: mit einem veloheld-lane in pastellblau ;-))
    Momentan wird das Fahrrad noch "hilfreicher": bei den Beschränkungen (die ich als sinnvoll, wichtig und passend erlebe), die wir alle akzeptieren müssen, bietet das Rad eine wunderbare Mischung: unkompliziert kann man ohne große Planung, Risiko oder Aufwand sich etwas Gutes tun, für Abwechslung und entschleunigten Zeitvertreib sorgen. Ich finde die teilweise aufkommenden Gedanken über Grundrechtebeschränkungen und die Rufe nach Lockerung der Beschränkungen jetzt nicht hilfreich und quatschig. Das Rad bietet beides: angemessene Ausschöpfung der momentanen Möglichkeiten und Spass bei individueller Freiheit. Und die Sonne scheint auch. Uns gehts doch gut!!

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